Skoliose – Wirbelsäulenverschiebungen

Was ist eine „Skoliose“?

Skoliose - WirbelsäulenverschiebungenDas Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet krumm!

Damit bezeichnet man in der Orthopädie eine Verschiebung von Wirbelkörpern um die Längsachse mit Verdrehung der Wirbel. Die Skoliose ist das Ergebnis von 3-dimensional wirkenden Schub- und Zugkräften, die von der symmetrischen Aufrichtung abweichen. 

Dieses Phänomen ist nicht leicht zu beschreiben, weil die Verschiebungen oft sehr individuell ausgeprägt sind und selten einem bestimmten theoretischen Schema folgen. Aufgrund dessen gibt es in der Medizin eine weit gefächerte Klassifizierung von Skoliose-Formen.

Die häufig auftretende Formen sind die 3-bogige, rechtsthorakale Skoliose, die lumbale Skoliose und die 4-bogige Skoliose. Die Verschiebung tritt jeweils im Bereich der Brustwirbelsäule und/oder der Lendenwirbelsäule auf. Die kompensatorische Verdrehung des Beckens ist meistens auch vorhanden.

Viele Menschen leben mit einer Skoliose ohne darüber Bescheid zu wissen. Sie ist wenig ausgeprägt und wurde nie diagnostiziert. Sie kann aber Ursache für unspezifische Rückenschmerzen werden.

Fehlhaltungen allgemein entstehen in der Regel in der Art und Weise, wie wir individuell mit der Schwerkraft umgehen. Tatsächlich mit jedem Schritt von neuem. Verantwortlich für unsere Körperstatik ist demnach zum größtem Teil unsere Muskulatur und entsprechend unsere Gelenkstellung und letzten Endes unser Nervensystem. Selten sind Skoliosen angeboren, obwohl die Rechtsdominanz bei den meisten Menschen und einer bei fast allen Menschen linken Anordnung des Herzens und der Aorta eine leichte Körper-Asymmetrie bewirken, die den Nährboden für weitere Abweichung bilden kann. 

 

Hauptprobleme bei Skoliose

  • Einseitige Muskelverspannungen und Schmerzen
  • Einschränkung der Beweglichkeit, Versteifung, Arthrose, Bandscheibenvorfälle
  • Einschränkung der Atmung, Erkältungsanfälligkeit, verminderte Leistungsfähigkeit
  • Deformierung und daraus resultierend psychische Probleme
  • Krümmungszunahme mit der Zeit, Verschlimmerung der Symptomatik

 

Behandlung der Skoliose

Eine Behandlung der Skoliose ist in der Regel nur bei Kindern erfolgsversprechend. Sie umfasst intensive Physiotherapie, Kuraufenthalte in speziellen Kliniken und manchmal auch chirurgische Eingriffe. Bei Erwachsenen kann die Verkrümmung der Wirbelsäule nicht rückgängig gemacht werden, Eine Behandlung zielt daher darauf, das Fortschreiten der Verschiebung möglichst aufzuhalten und bestehende Symptome (u.a Muskel- und Gelenkschmerzen) zu lindern.

Mein Behandlungsansatz bei Skoliose

  • Muster der Skoliose-Haltung, das sich neurologisch eingeprägt hat, durch Achtsamkeit in der Bewegung erspüren, Bewegungsradius von Knochen und Gelenken ohne Belastung erforschen (neutrale Gelenkstellung im Fokus)
  • Korrektur der Körperstatik über Muskeltraining zur Regulation des Grundtonus bei asymmetrischer Muskelaktivität. Achtung! Symmetrisches Training verschlimmert. 
  • Dehnung der Faszien (Bindegewebe) zur Entspannung des Bewegungsapparates unter Berücksichtigung der korrekten Gelenkstellung.

 

Ziel einer individuellen Bewegungstherapie bei Skoliose

  • Vermeidung einer Symptom-Verschlimmerung
  • Schmerzlinderung oder gar Befreiung
  • Transfer in den Alltag: Korrekturhaltung im Alltag einüben durch Anbahnung eines korrigierten Haltungsgefühls, Harmonisierung des Gangmusters
  • Verbesserung der psychischen Einstellung gegenüber des Skoliose-Leidens

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