Es gibt keine Schlacken oder doch?

Es gibt keine Schlacken oder doch?

Schulmedizinisch gibt es keine Schlacken. Man geht hier davon aus, dass der Organismus immer in der Lage ist, Nahrung vollständig zu resorbieren und Rückstände zu eliminieren.

Diese These bedeutet: Wenn es keine Schlacken gibt, macht „entschlacken“ keinen Sinn.

In der Naturheilkunde, die zum Teil wie im Ayurveda über eine Jahrtausende alte Tradition zurückblicken kann, ist dagegen das Konzept der Verschlackung sehr gut dokumentiert.
In vielen ganzheitlichen Heiltraditionen wird die Überlastungen des Organismus mit Schlacken, d.h. Stoffwechselendprodukten, die über die normale Funktion der Ausscheidungsorgane nicht ausreichend eliminiert werden, sogar als eine wesentliche Krankheitsursache betrachtet. Schlacken lagern sich im Organismus ab und stören die Selbstregulation des Organismus. „Gewebe, Organe, Blutgefäße und Gelenke müssen als Schlacken-Endstation herhalten“. „Ein weiteres Schlackendepot wird im Darm angelegt“ (Dahlke, 1999, S: 45). Die Verschlackung führt zur Entgleisung des Stoffwechsels, was oft in der Naturheilkunde als Übersäuerung bezeichnet wird (vgl.Matejka, 1998, S: 26 ).
Die biochemischen Erkenntnisse von Dr. Alfred Pischinger (1899-1983) liefern dafür ein Erklärungsmodell. Die Belastung des Extrazellulärraumes (ECR) mit „Schlacken“ stört die Grundregulation des Organismus. Denn die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und der Abtransport von Stoffwechselendprodukten laufen über Molekülen, die den ECR durchwandern müssen (vgl. Matejka, 1999, S. 59).
Zusammenfassend könnte man mit ayurvedischen Begriffen folgenden, treffenden Satz von Dahlke (Dahlke, 1998, S: 45) wie folgt übersetzen: Verschlacktes Gewebe kann seiner eigentlichen Aufgabe, die Zellen zu ver- und entsorgen nicht in ausreichendem Maße nachkommen. So wird die Zelltätigkeit verlangsamt, weil das übersäuerte Gewebe (Dosa-Störung) mit dem Überangebot an Nährstoffen nicht mehr fertig wird, eindickt (Bildung von ama) und letztlich durch die „versumpfte“ Transitstrecke (blockierte Srotas) zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen gelangen.

Dahlke r. & Ehrenberger D. (1999). Wege der Reinigung. Entgiften, Entschlacken, Loslassen. München: Hugendubel Verlag.
Matejka R. Moderne Konstitutionstherapie in der ärztlichen Praxis. Stuttgart: Hippokrates Verlag. 1998

Diese These bedeutet: Entschlackung macht Sinn!

Viele meiner Patienten haben den Wunsch regelmäßig, i.d.R. 1x im Jahr, eine Entschlackungskur durchzuführen. Ich unterstütze sie dabei mit individuell abgestimmten Diätplänen, die

  • ihre Konstitution,
  • ihren Lebensstil und Arbeitsrhythmus,
  • ihre Vorlieben und Abneigungen,
  • ihre Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien
  • und eventuell vorhandenen Krankheiten berücksichtigen.

Im Vordergrund der Entschlackungskur steht eine Nahrungsumstellung zur Entlastung der Ausscheidungsorgane und zur Regeneration des Organismus. Als oft gewünschter Nebeneffekt tritt dabei ein leichter Gewichtsverlust ein, der eine Initialzündung für eine langfristige Änderung der Essensgewohnheiten werden kann.

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1 Beratungstermin à € 75,- (60-75 Minuten) + € 15,- Schriftlicher Entschlackungsplan mit individuell abgestimmten Detox-Rezepten

  • Anamnese und Ermittlung des Konstitutionstyps
  • Individueller Entschlackungsplan 
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  • Naturheilkundliche Begleitmaßnahmen mit Homöopathie oder Pflanzenheilkunde

Workshop Ernährungsberatung und Kochdemonstration – Detox mit Ayurveda am 17. März

Neben der individuellen Ernährungsberatung biete ich auch einen Workshop von 4 Stunden in Kooperation mit Sunita und Ravi Arenja von MiniASia an. Es sind noch 2 Plätze frei!

Mehr Informationen zum Workshop Entschlacken mit Ayurveda

 

Dr. Matejka ist ärztlicher Leiter der Malteser Klinik von Weckbecker in Bad Brückenau.

Dort kann ich den Bildungsurlaub “Heilfasten und Achtsamkeit” mit meiner YOGAwelten-Kollegin Kristin Herber sehr empfehlen.

Termine:

  • 24.06.-01.07.2018 
  • 02.12.-09.12.2018

YOGAwelten – “Detox” – Ayurvedische Fastenwoche in der Gruppe

Auch dieses Angebot von meiner YOGAwelten-Kollegin Bernadette Latta kann ich wärmstens empfehlen.  Das Detox-Programm wird hier durch Detox-Yogastunden ergänzt. 

Termin: 10-17 März 2018